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Hagebutte bereichert naturnahe Gärten

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Hagebutte bereichert naturnahe Gärten

Jedes Jahr im Sommer haben Rosen ihren großen Auftritt. Ihre farbige Blütenpracht ist weithin sichtbar, und ihr lieblicher Duft lockt Insekten genauso an wie Rosenliebhaber. Doch leider benötigen die meisten Rosen relativ viel Pflege, so dass wir mit einem gewissen Zeitaufwand rechnen müssen und einen grünen Daumen besitzen sollten. Anders sieht es aus, wenn wir uns auf die ursprüngliche Form der Hagebutte zurück besinnen. Insbesondere im naturnahen Garten erfüllt sie einen ökologischen Nutzen.

Rolle der Hagebutte im naturnahen Garten

Anders als Edelrosen spielen Wildrosen das ganze Jahr über in der Natur eine Rolle. Ihre dornigen Triebe, die oft mehrere Meter lang sind, bieten Vögeln, Kriechtieren und kleinen Wildtieren einen Unterschlupf, in dem sie vor Fressfeinden sicher sind. Auch als Nahrungsquelle sind Hagebutten nicht zu unterschätzen. Ihre einfachen Blüten geben den Pollen so gut preis, dass beinahe jede Art von Insekten ihn abstreifen kann. Die Blütenkelche sind von Arten mit langen sowie kurzen Saugrüsseln zu erreichen. Ebenso finden sich während der Trockenperioden viele Blattläuse an den neu ausgetriebenen, zarten Blättern der Wildrosen ein, die wiederum von Marienkäfern und Singvögeln vertilgt werden. So schließt sich der Kreislauf in der Natur. Nach der Blütezeit ist die Pracht der Wildrose längst nicht zu Ende, denn knallig rote oder orange gefärbte Früchte, die eigentlichen Hagebutten, lösen die Blüten ab. Sie besitzen einen sehr hohen Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen sowie einen leicht säuerlichen Geschmack, den nicht nur wir, sondern auch Weichfresser wie Amseln und Finken zu schätzen wissen. Den ganzen Winter über können sich Mensch und Tier an den Hagebutten bedienen, selbst wenn der Frost sie durchdrungen hat.

Positive Auswirkungen der Hagebutte auf die Gesundheit des Menschen

Gibt es etwas Angenehmeres, als in der kalten Jahreszeit bei prasselndem Kaminfeuer eine Tasse heißen Hagebuttentee zu trinken? Er versorgt uns mit mehr Vitamin C, als es ein Glas heiße Zitrone je könnte. Denn der Gehalt an Ascorbinsäure ist um ein Vielfaches höher als in jeglichen Zitrusfrüchten und in allen heimischen Obst- und Gemüsearten. Darüber hinaus beinhaltet die Hagebutte eine Menge Vitalstoffe, die unser Immunsystem das ganze Jahr über stärken. Zu ihnen gehören ätherische Öle, die Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Natrium sowie das Vitamin B, das Vitamin E, das Vitamin K und das Vitamin P. Nicht zu vergessen ist der Inhaltsstoff Pektin, der Bakteriengifte im Darm bindet und den Cholesterinspiegel senkt. In der Behandlung von Arthrose ist die Hagebutte wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung ebenso das Mittel der Wahl wie in der pflanzlichen Therapie bei Rheuma, Steinleiden, Hautentzündungen sowie Problemen des Magen-Darm-Trakts. Die Früchte können frisch oder getrocknet verwendet werden. Bevor wir sie verzehren, sollten wir sie halbieren und sie von ihren Kernen sowie den feinen Härchen befreien, da diese unsere Haut und Schleimhäute reizen.

So gelingt der Anbau der Hagebutte im naturnahen Garten

Wenn wir über den Anbau der Wildrose im heimischen Garten nachdenken, haben wir als erstes ein Bild von üppigen Rosenhecken im Kopf. Doch Vorsicht! Eine Wildrosenhecke nimmt viel Platz in Anspruch. Fachleute gehen davon aus, dass jede Pflanze etwa zehn Quadratmeter Fläche für sich allein beansprucht. Wer über einen kleinen Garten verfügt, sollte sich daher auf wenige Exemplare beschränken. Für die Pflanzung von wurzelnackten Wildrosen planen wir den späten Herbst oder das zeitige Frühjahr ein. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei ist. Erwerben wir Hagebutten im Topf, lassen sich diese auch im Sommer setzen.

Sonnig und luftig sollte der Standort sein, denn steht die Hagebutte im Halbschatten, blüht sie nur mäßig. Aufgrund ihrer dichten Triebe und ihres dichten Laubs können wir die Wildrose als Windschutz verwenden und sie zum Beispiel in der Nähe von Terrassen oder Sitzplätzen kultivieren. Für eine Hecke benötigen wir je Meter zwei bis drei Pflanzen. Da die Hagebutte in sandigen Böden schlechter gedeiht als in lehmigen, nehmen wir gegebenenfalls einen Bodenaustausch vor oder arbeiten reifen Kompost in den Untergrund ein. Das Pflanzloch heben wir jeweils so tief aus, dass die lange Pfahlwurzel gut in ihm Platz findet. Dann füllen wir den Aushub ein und schlämmen die Wurzeln gut ein, damit sie einen Bodenschluss erhalten.

Hagebutten müssen nur im ersten Jahr vorm Winter geschützt werden

In den ersten Wochen bis zum Anwachsen halten wir den Boden gleichmäßig feucht, vermeiden beim Gießen aber Staunässe. Sonst würden die Wurzeln abfaulen. Im ersten Jahr schützen wir die Wildrosen vor dem ersten Frost mit Laub oder Tannenreisig vor dem Erfrieren. Später benötigen sie keinen Winterschutz mehr. Damit wir den Neuaustrieb von unten anregen, schneiden wir die Triebe im zeitigen Frühjahr, wobei wir diejenigen ganz zurücknehmen, die älter als drei Jahre sind und kranke sowie abgestorbene Teile entfernen. Ein Nachteil bei Wildrosen kann die Bildung von Wurzelausläufern sein, wenn uns nicht ausreichend Fläche zur Verfügung steht. Doch auch gegen sie können wir Abhilfe schaffen. Wenn wir die Ausläufer im Frühstadium entfernen, brauchen wir beim Herausreißen aus der Erde am wenigsten Kraft aufwenden. Haben wir dies vernachlässigt, hilft nur der Spaten.

Trotz ihrer leichten Kratzbürstigkeit stellt die Wildrose für ein gutes Gedeihen keine anspruchsvollen Forderungen. Wir brauchen sie weder düngen noch ausputzen oder ständig gießen. Gegen Krankheiten und Schädlinge ist sie kaum anfällig.

Foto: pixabay.com

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