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Nachhaltige Tipps gegen Nacktschnecken, Blattläuse und Wühlmäuse im Garten

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Nachhaltige Tipps gegen Nacktschnecken, Blattläuse und Wühlmäuse im Garten

Nicht nur die Klimaveränderung macht den Zier- und Nutzpflanzen im Garten zu schaffen. Schädlinge lassen sie verkümmern oder vernichten die Pracht. Mit einfachen Maßnahmen verhindert der Hobbygärtner, dass Nacktschnecken, Blattläuse und Wühlmäuse im Garten auftreten. Sollten sie sich dennoch einstellen, zeigen ökologische Methoden in den meisten Fällen Erfolge.

Nacktschnecken überlisten

Schnecken sind in der Lage, innerhalb einer Nacht ganze Salatbeete leer zu fressen. Damit es nicht so weit kommt, werden Salat- sowie andere Jungpflanzen mit Schneckenabwehr-Mänteln aus Kunststoff geschützt. Diese lassen sich im Fachhandel erwerben. Alternativ helfen Kunststoffflaschen mit abgeschnittenen Böden. Auf die Pflanzen gesetzt halten sie die gefräßigen Schädlinge ab. Gleichzeitig wirken sie bei Spätfrösten im zeitigen Frühjahr als Frostschutz. Zum Lüften und Gießen nimmt man die Deckel ab.

Eine andere Methode zur Schneckenabwehr ist der Schneckenzaun, der rund um das Beet errichtet wird. Wichtig ist, zuvor innerhalb des Beetes befindliche Schnecken und möglichst auch die Gelege sorgfältig zu entfernen. Sämtliche Brücken, die von den Tieren genutzt werden könnten wie überhängende Blätter, werden ebenfalls beseitigt. Die Schnecken-Barrieren müssen regelmäßig kontrolliert werden. Anstelle des Schneckenzauns können Holzasche, Kaffeesatz, Sägespäne oder Muschelscherben rund um das Beet gestreut werden. Raue Materialien überwinden Schnecken nicht gern, weil sie die Schleimschicht ihrer Haut reizen.

In den Gemüsebeeten legt der Hobbygärtner Trittbretter aus. Tagsüber verstecken sich unter ihnen die Nacktschnecken, weil sie es dunkel und feucht lieben. Nimmt der Gartenbesitzer die Bretter am Abend hoch, braucht er die Schädlinge nur absammeln. Doch wohin mit ihnen?

Wer Schnecken nicht töten mag, bietet ihnen Alternativen als Lebensräume. Entweder erhalten sie Gartenecken, in denen bewusst das Unkraut stehen bleibt. Oder die Schnecken siedeln auf den Komposthaufen um. Dort ist es feucht und halbschattig, also genau so, wie sie ihre Aufenthaltsorte bevorzugen. Gartenabfälle zum Verspeisen sind ausreichend vorhanden.

Wird der Garten von Nützlingen besucht, beseitigen diese einen Großteil der Nacktschnecken. Natürliche Fressfeinde sind Igel, Spitzmäuse sowie Wildvögel. Um sie im Garten zu beheimaten, soll der Garten natürlich gestaltet sein und zahlreiche Unterschlupf-, Nist- und Brutmöglichkeiten, Trinkwasser sowie andere Nahrungsquellen bieten.

Nicht alle Schneckenarten zählen zu den Schädlingen
. Diejenigen mit Gehäuse sind nützlich, weil sie sich von den Gelegen der Nacktschnecken ernähren. Die von ihnen an den Pflanzen verursachten Schäden halten sich hingegen in Grenzen. Grund genug, dass die Weinbergschnecke ein gern gesehener Gast im ökologischen Garten ist.

Nützlinge gegen Blattläuse

Gemüsepflanzen, Blütenstauden, Nutz- und Ziergehölze bleiben von Blattläusen in heißen, trockenen Witterungsperioden kaum verschont. Die grünen Schädlinge saugen den Saft der Blätter sowie jungen Triebe und übertragen Viruskrankheiten. In der Folge sterben junge und schwache Pflanzen ab. Bei älteren und kräftigen kräuseln sich die Blätter einzelner Triebe und fallen eventuell ab. Um dem Blattlausbefall vorzubeugen werden ausschließlich kräftige und gesunde Pflanzen erworben, da diese widerstandsfähiger sind.

Alle Gewächse sollten gestärkt werden. Dazu verwendet der Hobbygärtner Pflanzenjauchen aus Ackerschachtelhalm, Brennnesseln, Johanniskraut beziehungsweise Algen. Passende Pflanzenpartner stehen nebeneinander, damit sie sich gegenseitig unterstützen. So wehren die einen durch ätherische Öle Feinde ab, während die anderen Nährstoffe liefern, beispielsweise indem sie Stickstoff aus der Luft sammeln.

Auch die Fruchtbarkeit des Bodens spielt bei der Stärkung der Pflanzen eine Rolle. Gezielte Düngegaben mit organischen Materialien sowie Mulch aus Grünschnitt und Gartenabfällen versorgen die Gewächse mit Nährstoffen. Bewährte Mittel sind reifer Kompost, Komposttee, Schafpellets sowie Hornmehl.

Nützlinge dämmen den Blattlausbefall im Garten ein. Dazu zählen Marienkäfer, Schlupfwespen und Schwebfliegen. Werden sie für das Gewächshaus benötigt oder sind im Frühjahr noch nicht genügend von ihnen im Garten vorhanden, werden sie im Fachhandel als Larven erworben. Singvögel benötigen während der Aufzucht ihrer Jungen Proteine und somit Blattläuse. Wer Nistkästen aufhängt, lockt sie an.

Auch Ameisen lieben Blattläuse. Wegen ihres Honigtaus züchten sie allerdings ganze Kolonien von den Schädlingen und melken sie. Leimringe halten Ameisen vom Emporklettern an den Obstbaumstämmen ab. Ameisenstraßen an den Pflanzen unterbricht der Hobbygärtner frühzeitig und siedelt Ameisenhaufen nötigenfalls um. Eine gewisse Anzahl an Blattläusen toleriert jeder ökologische Garten. Sollte der Befall zu groß sein, hilft ein scharfer Wasserstrahl.

Wühlmäuse

Um Wühlmäuse vom Anfressen der Blumenzwiebeln abzuhalten, pflanzt der Hobbygärtner Tulpen, Narzissen und Krokusse in engmaschige Pflanzkörbe aus Draht. Wichtig ist, diese so zu setzen, dass die Seitenwände mit der Erdoberfläche abschließen. Größere Varianten von Pflanzkörben eignen sich, um die Wurzeln von Obstgehölzen vor Wühlmäusen zu schützen. Bevor der Hobbygärtner seine Hochbeete mit Erde befüllt, legt er Hasendraht auf dem Boden aus.

Wühlmäuse reagieren empfindlich auf bestimmte Duftstoffe und auf Geräusche. Um sie nicht in den Garten zu lassen, werden am Gartenzaun entlang Holunder, Wacholder, Lavendel und Kaiserkronen gepflanzt. In den Beeten empfehlen sich Zwiebeln und Knoblauch. Gießt der Hobbygärtner vergorene Buttermilch oder Molke in die Gänge, vertreibt er die Schädlinge meist erfolgreich. Wo dies nicht gelingt, wird ein Wühlmausschreck aufgestellt. Der sendet für das menschliche Ohr nicht hörbare Signale aus.

Bilder von jggrz und Alexas_Fotos auf Pixabay.com

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