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Kinder lernen Nachhaltigkeit von ihren Eltern

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Kinder lernen Nachhaltigkeit von ihren Eltern

Umweltschutz und Nachhaltigkeit gilt es jetzt verstärkt umzusetzen. Damit „unsere Kinder in einer besseren Welt aufwachsen“, wie es so schön heißt. Doch würde dieser Effekt nicht von langer Dauer sein, sollte der Nachwuchs wichtige nachhaltige Prinzipien selbst ignorieren. Deshalb sind vor allem wir als Eltern gefragt, das Konzept für ein gutes Gewissen vorzuleben.

Kinder schrittweise an eine nachhaltige Lebensweise gewöhnen

Schon für uns Erwachsene stellt es eine Herausforderung dar, alle Aspekte dieser Lebenseinstellung zu befolgen. Kinder sollten deshalb schrittweise herangeführt werden. Immer eine Lektion nach der anderen, bis sie alle verinnerlicht sind. Zwar können wir nicht beeinflussen, was die Kids später daraus machen. Jedoch haben wir dann zumindest den Grundstein für das ökologische Denken gelegt.

Die korrekte Mülltrennung

Die Verantwortung gegenüber unserer Natur beginnt bei kleinen Dingen im Alltag. Wie bspw. bei der korrekten Mülltrennung. Zunächst einmal ist das Grundverständnis wichtig, warum Abfälle und Verpackungsmaterialien nicht einfach auf der Straße landen dürfen. Im zweiten Schritt geht es um die Trennung der verschiedenen Müllarten. Mit dem Hintergrund, dass manches davon recycelt werden kann, anderes nicht.

In diesem Zusammenhang können Eltern gleich darüber sprechen, warum der eigene Müll nicht irgendwo entsorgt werden sollte. Bei einem Spaziergang im Wald findet sich bestimmt Gelegenheit dazu. Denn leider gibt es immer wieder Orte, wo Plastikverpackungen, Glasflaschen & Co nicht sachgerecht entsorgt werden.

Das Gespräch über Konsum & Werbung suchen

Schon im Grundschulalter ist es möglich, sich über die Werbung und deren Auswirkungen zu unterhalten. Das Verständnis für Nachhaltigkeit lässt sich hier mit einem Satz näherbringen: „Nicht alles was in der Werbung angeboten wird, benötigen wir tatsächlich!“

Es ist eine Frage der Herangehensweise, um Konsum bzw. das Kaufen an sich zu entkräften. Denn wir erleben dadurch immer nur ein kurzfristiges Glück. Während das Geld für besondere Erinnerungen mit der Familie, deutlich besser angelegt ist. Zusammen mit der Erkenntnis, dass wir auch mit weniger zufrieden sein können, bewahrt unsere Kinder später vor so mancher Fehlentscheidung. Denn es braucht nicht jedes Jahr ein neues iPhone. Luxusgüter sollten als solche betrachtet und in ihrer Notwendigkeit hinterfragt werden.

Der richtige Umgang mit Geld

Hierbei spielt auch der Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln eine Rolle. Kinder sind der Ansicht, Mama und Papa könnten alles kaufen. Doch der bewusste Verzicht bzw. das Sparen von Geld, gehört zu den Themen, welche nicht in der Schule gelehrt werden. Denn wird mehr gespart, kommt es im Umkehrschluss zu weniger Neuanschaffungen.

Hilfreich ist hierbei, zu zeigen, wie ein Haushaltsbuch funktioniert. Entweder mit Zettel und Stift oder mit Hilfe einer Tabelle am Computer. Es gilt, Einnahmen und Ausgaben einander gegenüber zu stellen. Bei Jugendlichen ist noch kein Einkommen vorhanden. Doch spätestens mit Beginn der Ausbildung oder des Studiums, sollte ihnen die Sinnhaftigkeit eines Haushaltsbuches klar sein.

Mit diesem grundlegenden Wissen lassen sich zudem Konsumschulden vermeiden. Denn heutzutage kann fast alles finanziert werden. Jedoch verlieren junge Erwachsene schnell den Überblick. Was zu Folge hat, dass sie über ihre finanziellen Möglichkeiten leben und sich bereits in ihren Zwanzigern verschulden.

Nicht neu kaufen, sondern reparieren

Eine Fertigkeit, welche heute kaum noch gelehrt wird. Handwerkliche Fähigkeiten brachten Lehrer früher noch im Werkunterricht bei. Heute steht er fast nirgendwo mehr auf dem Lehrplan. Eltern oder Großeltern kennen es aber noch, dass alles repariert wurde, was noch zu retten war.

Sei es das Ausstopfen von Socken, Flicken auf die Hosenbeine nähen oder das Reparieren eines Spielzeugs. Das grundlegende Wissen um kleine handwerkliche Kniffe, sollte unbedingt von Generation zu Generation weitergegeben werden. Denn wir wissen nie, wann unser Nachwuchs es einmal wirklich benötigt.

Nachhaltigkeit beim Einkaufen von Lebensmitteln

Wenn wir durch die Reihen der Supermärkte schlendern, können wir Lebensmittel aus aller Welt einkaufen. Doch für die Umwelt ist es das Beste, wenn wir regionale Produkte beziehen. Zumindest so gut es irgendwie möglich ist. In den großen Einkaufshallen sind sie oft mit „regional“ gekennzeichnet und somit leicht zu erkennen.

Ergänzend dazu lohnt es sich, die Kinder zum örtlichen Wochenmarkt mitzunehmen. Hier lernen sie den Unterschied kennen, was in unserer Klimazone tatsächlich wächst und welche Lebensmittel exotischen Ursprungs sind. Denn deren ökologischer Fußabdruck spricht gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit.

Die Grundzüge der Selbstversorgung

Der eigene Garten lädt ebenfalls für eine Lehrstunde in punkto Nachhaltigkeit ein. Denn wir sind es gewohnt, alles im Supermarkt einzukaufen. Doch es schadet nicht, wenigstens die Grundzüge der Selbstversorgung beizubringen. Der Anbau von Gemüse vom Frühling bis in den Herbst zeigt auf, wie wir mit relativ wenig Aufwand viele Lebensmittel ernten können.

Uns ist bewusst, dass nicht jeder einen Garten besitzt, in dem er sich austoben kann. Doch selbst auf der Fensterbank kann diese Lektion ihre Anwendung finden. Sogenannte „Micro Greens“ beschreiben Kräuter, welche in den eigenen vier Wänden gezüchtet werden können. Bspw. die Brunnenkresse als gesunden Brotaufstrich oder zum Verfeiner von Salaten. Beim Gerstengras und ähnlichen Superfoods, werden die jungen, hellgrünen Triebe abgeschnitten und verzehrt. Der Gedanke dahinter: In den Stängeln stecken während dieses Stadiums hohe Konzentrationen an Vitaminen und Mineralstoffen.

Fazit: Wir leben es unseren Kinder vor

Die Auswirkungen einer nachhaltigen Lebensweise sind nicht nur kurzfristiger Natur. Ebenso wollen wir damit unseren Teil dazu beitragen, dass die Zukunft unserer Kinder umweltfreundlicher wird. Doch unserem Nachwuchs muss bewusst sein, dass sie diese Bemühungen fortsetzen sollten. Denn es handelt sich hierbei nicht um eine einmalige Sache. In punkto Konsum; Mülltrennung und weiteren Themen haben wir uns aus Faulheit viele schlechte Gewohnheiten angeeignet. Nur wenn wir diese dauerhaft ablegen, lässt sich eine nachhaltige Veränderung erzeugen.

Foto: pixabay.com

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