Skip to main content

Mehr Nachhaltigkeit beim Wäschewaschen

5
(1)
Mehr Nachhaltigkeit beim Wäschewaschen

Nachhaltiges Handeln und Konsumieren steht heutzutage in vielen Lebensbereichen im Fokus. Auch in Ihrem Haushalt ist das Potenzial vermutlich größer als Sie denken, wenn es darum geht Ressourcen zu sparen. Jede Menge Handlungsalternativen bietet das Thema Wäschewaschen. Mit unseren Tipps können auch Sie Ihre Wäsche ökologisch nachhaltiger waschen und dazu beitragen die Umwelt zu schonen. Hier servieren wir Ihnen ein paar „waschechte“ Fakten zum nachhaltigen Wäschewaschen.

Waschmittel: Ist Öko wirklich besser?

Im Waschmittelregal Ihres Supermarkts finden Sie Öko-Waschmittel in variantenreicher Vielfalt. Doch ob „Öko“ wirklich nachhaltiger ist als das konventionelle Angebot, hängt zumeist von den Inhaltsstoffen ab. Bio-Waschmittel, die ihrem Namen gerecht werden, beinhalten in der Regel kein Mikroplastik und keine sonstigen künstlichen Zusatz- und Duftstoffe. Enthaltene Tenside, Enthärter oder Seifen werden ausschließlich aus mineralischen und pflanzlichen Rohstoffen hergestellt.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit sollte ein wirklich empfehlenswertes Öko-Waschmittel zudem kein Palmöl beinhalten. Leider ist beim Palmöl selbst das RSPO-Siegel keine Garantie für Nachhaltigkeit. Dieses untersagt lediglich die Abholzung von primären Regenwäldern. Doch Sekundärwälder werden weiterhin hektarweise gerodet, um gigantischen Palmölplantagen zu weichen. Diese Wälder beheimaten tausende bedrohter Arten, die der Palmölgewinnung unwiederbringlich zum Opfer fallen. Verzichten Sie also besser darauf, wann immer es möglich ist. Es gibt genügend Alternativen.

Ansonsten sollten Sie bei der Wahl des richtigen Waschmittels darauf achten, ausschließlich biologisch abbaubare Produkte zu verwenden. Es existieren verschiedene Öko- und Bio-Siegel, die den Waschmitteln (nach teils sehr unterschiedlichen Kriterien) ihre Nachhaltigkeit testieren. Grundsätzlich profitiert die Umwelt bereits davon, wenn Sie zum Wäschewaschen kompaktes Pulverwaschmittel nutzen. Die meisten Flüssigwaschmittel belasten Kläranlagen mit einem höheren Tensidgehalt. Doch ist Öko nun grundsätzlich besser? Das Elternmagazin Windelprinz hat sich mit dieser spannenden Frage näher befasst. Lesen Sie dazu den folgenden Artikel: „Bio oder Nicht-Bio? – Welches Waschmittel ist besser für dein Baby?

Sind Waschnüsse eigentlich nachhaltig?

Waschnüsse – Der Öko-Trend wenn es ums Wäschewaschen geht? Es handelt sich dabei um die Früchte des Seifenbaums (lat. Sapindus saponaria), der auch als Waschnussbaum bekannt ist. Er wächst in Asien, in tropischen sowie subtropischen Gebieten. Vor allem in Indien und Pakistan kommen die Schalen der Waschnüsse beim Wäschewaschen traditionell zum Einsatz. Sie enthalten waschaktive Substanzen.

Sind Waschnüsse eigentlich nachhaltig?

Auch im modernen Einsatz in der Waschmaschine lassen sich die Waschnüsse leicht nutzen. Um die gewünschte Waschwirkung zu erzielen, werden die Waschnussschalen einfach in ein Wäschenetz gefüllt und direkt zur Wäsche mit in die Trommel gegeben. Eine schöne Idee, die Nachhaltigkeit suggeriert. Doch letztlich führt die Nutzung von Waschnüssen nur zu einer Problemverlagerung. Wegen der steigenden Nachfrage nach Waschnüssen in westlichen Ländern, erhöht sich in den Herkunftsländern der Preis. Die lokale Bevölkerung greift infolgedessen verstärkt auf chemische Waschmittel zurück. Nimmt man noch die CO²-Bilanz für den Import hinzu, so ergibt sich ein vernichtendes Urteil: Die Waschnüsse sind hierzulande nicht nachhaltig nutzbar.

Entdecken Sie daher lieber nachhaltige Alternativen zu Waschnüssen, die keine derartigen Probleme verursachen. Dazu zählen beispielsweise Kernseife oder DIY-Waschmittel, die Sie mit Rosskastanien oder Efeu problemlos selbst herstellen können.

Weichspüler – Pro und Contra

Die Beliebtheit von Weichspüler hängt mit dem glättenden Schutz der Textilfasern und der Verringerung der Trockenzeit zusammen. Die enthaltenen Tenside sind in der Regel biologisch abbaubar. Das Problem besteht jedoch darin, dass beigefügte Duftstoffe oder sonstige Inhaltsstoffe eine Umweltbelastung darstellen. Außerdem ist das Allergiepotenzial zu berücksichtigen, falls Sie Weichspüler zum Wäschewaschen verwenden. Deshalb bleibt der Verzicht oder zumindest ein sparsamer Weichspüler-Einsatz ratsam.

Nachhaltigkeit beginnt beim Material

Vor dem Wäschewaschen haben Sie schon beim Kauf Ihrer Kleidung und Heimtextilien die Gelegenheit, etwas für die Umwelt zu tun. Naturmaterialien, wie Schurwolle, Baumwolle, Leinen oder Seide bieten Ihnen im Hinblick auf Tragekomfort und Lebensdauer oft entscheidende Vorteile. Nicht zuletzt nimmt Kleidung aus Kunstfasern oft schneller einen unangenehmen Geruch an und muss häufiger gewaschen werden. Doch das wohl größte Problem synthetischer Fasern in puncto Nachhaltigkeit besteht darin, dass sich in der Waschmaschine winzige Nanopartikel von den Textilien lösen. Hierdurch gelangt beim Wäschewaschen Mikroplastik ins Abwasser.

Kläranlagen sind nicht dazu in der Lage, diese Inhaltsstoffe aus dem Wasser zu filtern. Darum gelangt das Mikroplastik am Ende ins Meer oder in sonstige Gewässer. Forscher befürchten, dass sich die Mikroplastik-Belastung langfristig zum ernsthaften Umweltproblem entwickelt. Das Wäschewaschen von synthetischer Kleidung spielt hierbei eine große Rolle. Mit Ihrer bewussten Entscheidung für nachhaltige Naturmaterialien leisten Sie einen Beitrag, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Das Programm entscheidet mit

Nachhaltig waschen
Auch die gewählte Waschtemperatur nimmt Einfluss auf die Nachhaltigkeit beim Wäschewaschen. In der Praxis ist dabei vor allem die Abwägung zwischen Waschtemperaturen von 40 und 60 Grad Celsius relevant. Mit der niedrigeren Temperatureinstellung haben Sie die Chance, sehr hohe Energiemengen einzusparen. Immerhin besteht ein Sparpotenzial von bis zu 50 Prozent. Selbst bei weißer Wäsche genügen 40 Grad Celsius mit einem guten Waschmittel fast immer. Der zusätzliche Energieverbrauch durch eine Vorwäsche ist zumeist ebenso verzichtbar.

Ein häufiger Irrtum beim Wäschewaschen ist mit der Nachhaltigkeit von Kurzprogrammen verbunden. Sie sparen damit in der Regel nur Zeit. Für die Schnellreinigung im Kurzprogramm benötigen die meisten Geräte dann aber im Vergleich zu einem gewöhnlichen Waschgang mehr Strom und Wasser. Geduld lohnt sich daher, wenn Sie Ihre Wäsche wirklich nachhaltig waschen wollen. Der Duft von frischer Luft und Sonne

Solange Sie nicht komplett auf einen Trockner verzichten möchten, ist in der Waschmaschine ein Schleudergang mit einer möglichst hohen Stufe empfehlenswert. Dadurch entfeuchtet die Maschine Ihre Wäsche besser. Wurde den Textilien im Schleudergang bereits eine größere Wassermenge entzogen, sind für das effektive Trocknen im Wäschetrockner anschließend geringere Energiemengen ausreichend. Wenn es ums Energiesparen geht, bleibt jedoch der grundsätzliche Verzicht auf einen Wäschetrockner die nachhaltigste Lösung. Erinnern Sie sich noch den Duft von frischer Luft und Sonne in Ihrer Wäsche? Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Die richtige Waschmaschine für mehr Nachhaltigkeit beim Wäschewaschen

Haben Sie noch eine ältere Waschmaschine im Einsatz? Die Geräte haben oft eine überraschende Lebensdauer. – Zunächst ein Plus für die Nachhaltigkeit. Doch prüfen Sie bei Gelegenheit den Energieverbrauch. Altgeräte haben nicht selten einen Verbrauch von bis zu 1,5 kWh Strom und sind damit wahre Stromfresser. In solchen Fällen lohnt es sich, den Kauf eines Neugeräts in Erwägung zu ziehen. Damit kann mittelfristig viel Energie und bares Geld gespart werden. Achten Sie beim Kauf eines Neugeräts daher besonders auf die Energieeffizienzklasse. Geräte der Klasse A+++ haben vergleichsweise deutlich geringere Verbrauchwerte zwischen 0,5 und 0,8 kWh.

Nicht zuletzt ist auch die Befüllung und die Wahl der Trommelgröße ein wichtiges Kriterium im Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Bei voller Beladung Ihrer Waschmaschine sparen Sie beachtliche Mengen an Waschmittel. Zugleich lässt sich durch die optimale Ausnutzung bei passender Trommelgröße auch der ein oder andere Waschgang sparen. Dass Effizienz bereits bei der Geräteauswahl beginnt, können Sie übrigens in unserem Beitrag „Waschmaschine der Zukunft auf Nachhaltigkeit geschult“ lesen.

Fotos: pixabay.com

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke die Sterne um zu bewerten!

Durchschnitt: 5 / 5. Votings: 1

Sei der Erste! Bewerte jetzt.

Weil Dir der Beitrag gefallen hat...

Folge uns doch bitte!

Tut uns leid, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Wir würden uns gern verbessern.

Wie können wir das anstellen?


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Sie haben eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teilen Sie sie mit uns!

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Nach oben