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Nachhaltig einrichten – den ökologischen Fußabdruck gering halten

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Nachhaltig einrichten und den eigenen ökologischen Fußabdruck gering halten

In Zeiten des Klimawandels ist die Nachhaltigkeit für viele Menschen ein wichtiges Thema. Schließlich soll die Umwelt geschont werden– und auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben. In diversen Bereichen unseres Lebens integrieren wir dieses Handlungsprinzip bereits: Faire Bio-Lebensmittel, Elektromobilität, erneuerbare Energien, Minderung des Wasser- und Stromverbrauchs im Haushalt und viele weitere Dinge helfen dabei, den ökologischen Fußabdruck gering zu halten. Das Konzept des Ressourcensparens lässt sich natürlich auch beim Wohnen nutzen – mit dem nachhaltigen Einrichten.

Langlebigkeit von Produkten erhöhen

Die Langlebigkeit eines Produktes ist in vielen Fällen ein gutes Indiz für seine Nachhaltigkeit. Desto länger es hält, desto seltener wird es ausgetauscht, wofür ansonsten wieder Materialien für Herstellung und Verarbeitung benötigt werden. Je nach Branche und Produkt unterscheiden sich die Produktzyklen erheblich. Beispielsweise werden in der Technik- und Automobilwelt viele Geräte funktionsbedingt schnell abgelöst. Hier lässt sich die Ökobilanz hauptsächlich mit modernen Fertigungsverfahren und Recyclingmethoden verbessern.

Im Bereich der Inneneinrichtung sieht dies anders aus: Möbel und Einrichtungsgegenstände können mit einer langen Lebensdauer ein großes Potenzial für die Nachhaltigkeit bieten, da hochwertiges Mobiliar für viele Jahre oder sogar ein Leben lang halten kann. Selbst bei einer teureren Anschaffung kann sich dies langfristig gesehen auszahlen, da Ersatz seltener benötigt wird.

Dieses Langlebigkeitsbestreben ist nicht nur bei Holz für Möbel von Vorteil – auch bei Textilien und sogar der Pflanzeneinrichtung. So gehören frische Schnittblumen und neue Zimmerpflanzen häufig zur wechselnden Dekoration in den eigenen vier Wänden, bei denen die teils hohe Ökobilanz aufgrund von aufwändigem Transport und dem Einsatz von Pestiziden allerdings schnell vergessen wird. Neben fairen Bio-Blumen und -Pflanzen können künstliche Ausführungen von Efeu als Girlande, Orchidee in der Vase, Tropenpalme im Topf und Co. langlebige Alternativen bieten, die gegen den Preiskampf des Blumenhandels und dessen Umweltschädlichkeit wirken.

Recycling und Upcycling der Einrichtung für eine bessere Nachhaltigkeit

Im Sinne der Nachhaltigkeit müssen Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht immer neu sein. Denn angesichts des steigenden Bedarfs und der wachsenden Weltbevölkerung werden früher oder später nicht ausreichend Materialien zur Verfügung stehen, die bisher für die Herstellung genutzt werden – siehe Tropenholz und Erdöl. Ein erster Schritt beim nachhaltigen Einrichten ist daher bereits der Kauf- und Verkauf aus zweiter Hand oder ein Besuch auf dem Flohmarkt, um die Nutzungsdauer von Möbeln zu erhöhen.

Weitere Optionen für das nachhaltige Einrichten sind Recycling und Upcycling. So gibt es bereits viele Möbel, die aus wiederverwertbaren Materialien produziert und in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden können, um nicht-erneuerbare Ressourcen zu schonen. Ein relativ neuer Trend ist das Upcycling, bei dem scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt werden. Mit etwas Kreativität, Fleiß und Handwerksgeschick lassen sich aus Holzkisten, Holzleisten, Stoffdecken und anderen nicht genutzten Alltagsgegenständen Nachtische, Betten und andere Einrichtungsgegenstände bauen oder auch bestehende Möbel optisch aufwerten.

Umweltschonender Holzkauf und alternative Naturmaterialien

Um im Sinne der Nachhaltigkeit beim Einrichten zu handeln, lohnt es sich, über Alternativen zu Holz nachzudenken oder bei dem Kauf dieses auf nachhaltige Forstwirtschaft zu achten. Beispielsweise ist Bambus in der Möbelindustrie in den letzten Jahren immer wichtiger geworden: Der langlebige, stabile und harte Werkstoff, der gleichzeitig flexibel sein kann, quellt bei Feuchtigkeit nicht auf und verliert aufgrund der dichten Zellstruktur nicht seine Form. Er wächst schnell und benötigt beim Anbau keinen Dünger oder Pestizide, wodurch Wälder geschont werden können. Bambus bietet somit bei Möbeln eine gute Ausweichmöglichkeit zu herkömmlichen Holzprodukten.

Bei Textilien empfiehlt sich für das nachhaltige Wohnen Baumwolle und Wolle aus ökologischer Produktion. Auch Hanf und Flachs werden als Naturmaterialien beim Mobiliar beliebter. Achten Sie hier auf eine biologische und zertifizierte Herstellung.

Für ein ökologisches Handeln beim Holzkauf sollten Sie stets auf Produkte aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft Wert legen. Das FSC-Siegel und das PEFC-Siegel sind dabei laut Greenpeace wichtige Nachweise für eine faire Bewirtschaftung. Zudem gibt es weitere Zertifizierungen:

• FSC-Mix (nur ein Teil des Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft)
• Blauer Engel (Einhaltung von Emissionswerte, Dokumentation über kompletten Lebensweg)
• Öko-Control (Prüfung auf Schadstofffreiheit von Produkten aus nachhaltig wachsenden Rohstoffen)

Achtung: Die GS-Kennzeichnung bei Holzprodukten bedeutet nur, dass bestimmte Sicherheitsanforderungen eingehalten worden sind – für die Nachhaltigkeit spielt dies keine Rolle).

Fazit: Möbel nicht als Konsumprodukte behandeln

Für eine gute Nachhaltigkeit und ein besseres Umweltbewusstsein im Bereich der Wohnungseinrichtung lohnt es sich, auf hochwertige Produkte mit erstklassiger Qualität zu setzen, die viele Jahre halten, oder die Lebensdauer der Einrichtung mit Recyclingverfahren oder Upcyclingmaßnahmen zu verlängern. Möbel sollten nur neu angeschafft werden, wenn sie kurz vor dem Auseinanderfallen stehen und nicht um den neusten Trends zu folgen. Denn es sollte sich vor Augen geführt werden, dass es sich bei Möbeln und der Einrichtung um keine Konsumgüter handelt, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

Leider sieht die Entwicklung aus den vergangenen Jahren in der Praxis anders aus: Die Lebenserwartung von Mobiliar ist stark gesunken – mit dem Preiskampf kommt jedoch auch oft eine schlechte Verarbeitung. Daher ist das nachhaltige Einrichten ein weiterer wichtiger Schritt für den Umwelt- und Klimaschutz.

Foto: pexels/pixabay.com

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